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Europäische Banken steigen ins Krypto-Geschäft ein: Wer ist live, wer hinkt hinterher und was kommt als Nächstes

2026/03/16 20:25
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Europe bank

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Vor vier Jahren blockierten europäische Banken Kryptowährungstransaktionen. Heute bieten sie Bitcoin und Ethereum direkt in ihren Retail-Banking-Apps an.

Daten von BlockStories, veröffentlicht am 12.03., zeigen genau, wo Europas 20 größte Banken beim Krypto-Handel und der Verwahrung stehen. Santander, BPCE, BBVA und KBC sind bereits live für Privat- und institutionelle Kunden. Die Deutsche Bank hat Verwahrung angekündigt. Die DZ Bank erhielt im Januar die MiCA-Zulassung von der deutschen BaFin, um ihre meinKrypto-Plattform im genossenschaftlichen Banknetzwerk einzuführen. Credit Agricole und Societe Generale haben institutionelle Verwahrung eingerichtet.

Noch sind nicht alle 20 vollständig dabei. Wie Analyst Richard Fetyko ebenfalls feststellte, haben nur 8 der Top-20-EU-Banken Live-Krypto-Dienste im großen Maßstab, während sich die meisten noch in Ankündigungs- oder Pilotphase befinden. Aber die Richtung, sagte er, ist kristallklar.

Warum ändern Banken ihre Haltung zu Kryptowährungen?

Drei Kräfte machten dies unvermeidlich. MiCA gab Banken den rechtlichen Rahmen zur Teilnahme ohne regulatorisches Risiko. Kundenkapital floss ohnehin bereits zu Revolut, Trade Republic und Bitstack. Und die Gebührenmöglichkeit war unmöglich zu ignorieren.

FinTech- und Zahlungsanalyst Panagiotis Kriaris formulierte es so: "Wenn Banken Stablecoins nicht übernehmen, riskieren sie, vollständig aus der digitalen Geldebene verdrängt zu werden."

Seine Analyse hebt hervor, dass Stablecoins sofortige grenzüberschreitende Abwicklung und 24/7-Liquiditätsmanagement ermöglichen und Banken von den Zahlungsströmen und Gebührenpools abschneiden, von denen sie jahrzehntelang abhängig waren.

Die defensive Logik ist genauso stark wie die kommerzielle.

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Der nächste Schritt: Ein Euro zur Herausforderung des Dollars

Fast 99% des Stablecoin-Marktes sind an den US-Dollar gebunden. Selbst Zahlungen zwischen zwei europäischen Parteien laufen oft über US-zentrische Infrastruktur. Das ist das Problem, das ein Konsortium aus 12 Banken, darunter BNP Paribas, ING und UniCredit, zu lösen versucht.

Ihr Unternehmen, Qivalis, wird einen MiCA-konformen, euro-gedeckten Stablecoin für 24/7-On-Chain-Abwicklung ausgeben, mit einem geplanten Start in der zweiten Hälfte 2026.

Das Ziel ist nicht nur Effizienz. Es ist Souveränität. Wie Sell es formulierte: "Wahre Souveränität in 2026 und darüber hinaus geht nicht nur um Grenzen. Es geht um Daten und Zahlungen."

Europas Banken widersetzten sich jahrelang Kryptowährungen. Jetzt wetteifern sie darum, die zugrunde liegende Infrastruktur zu besitzen.

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