Das US Bureau of Labor Statistics (BLS) hat die Inflationsdaten (CPI) für Dezember veröffentlicht. Die Inflation lag bei 2,7 Prozent im Jahr. Wichtiger war am Dienstag aber der Kern-CPI, weil es das bevorzugte Inflationsmaß der Fed ist.
Bitcoin hat darauf leicht reagiert, während der Silberpreis ein neues Hoch erreicht hat. Einige Analysten fragen sich jedoch, wie stark solche makroökonomischen Daten die Kurse wirklich beeinflussen.
Der aktuelle CPI-Bericht (Verbraucherpreisindex) zeigt, dass die Inflation im Dezember 2025 mit 2,7 Prozent im Jahr gestiegen ist. Damit entsprach sie den Erwartungen der Märkte. Der Kern-CPI, der die grundlegenden Inflationstrends besser abbildet, lag allerdings mit 2,6 Prozent unter den Erwartungen.
Direkt nach dem Bericht konnte der Bitcoin-Kurs leicht steigen und die Marke von 92.000 USD zurückerobern. Gleichzeitig stieg der aktuelle Silberkurs erstmals auf über 87 USD je Unze, was seit Jahresbeginn mehr als einundzwanzig Prozent Plus bedeutet. Das Edelmetall nähert sich damit stetig dem Ziel von 100 USD an.
Der Anstieg war zu erwarten, da die Kerninflation zeigt, dass der Inflationsdruck nachlässt. Dadurch sinken Sorgen vor starken Zinserhöhungen durch die Fed, was reale Renditen senkt und die Liquidität erhöht. Das führt oft dazu, dass Anleger eher in risikoreiche Anlagen wie Bitcoin gehen.
Gleichzeitig profitierte auch Silber von der Zinsschwäche. Ein Ende der Zinserhöhungen und eine geringere Inflation machen Silber als Absicherung attraktiver. So stiegen beide Märkte gleichzeitig.
Dies erklärt wahrscheinlich auch, warum das CME FedWatch Tool vor Veröffentlichung des CPI zeigte, dass Zinswetten zu fünfundneunzig Prozent davon ausgingen, dass die Fed die Zinsen bei 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Nach dem Bericht blieben die Wahrscheinlichkeiten gleich. Nur fünf Prozent glaubten an Zinssenkungen.
Dieser Bericht könnte die Entscheidung der Fed beeinflussen. Das nächste Treffen findet am 28. Januar 2026 statt.
Vor der heutigen CPI-Veröffentlichung haben Analysten von Greeks.live darauf hingewiesen, dass die erwartete Schwankung (implizite Volatilität) im Krypto-Bereich im Vergleich zur Vorwoche deutlich gesunken ist.
Das zeigt, dass viele Trader und Anleger inzwischen glauben: Makrodaten beeinflussen den Markt kaum noch.
Der Aufschwung zu Monatsbeginn, der damals die Erholung bei Skew auslöste, ist zudem wieder vorbei. Skew ist wieder auf das niedrige Niveau der Feiertage gefallen.
Dieser Ausblick passt zu den Aussagen von JPMorgan-Chase-Chef Jamie Dimon. Dimon glaubt, dass der Markt makroökonomische und geopolitische Lage derzeit nicht stark genug beachtet.
Der Beitrag Silber-Kurs erreicht Allzeithoch – US-Kerninflation überrascht positiv erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


