Die anonyme Kryptowährung Monero (XMR) hat in der Nacht ein neues Allzeithoch von 596 US-Dollar erreicht. Der Kursanstieg markiert den höchsten Stand der Währung seit acht Jahren und wird von einem wachsenden Interesse an sogenannten Privacy-Coins getragen.
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Kurz zusammengefasst:
Der Preis von Monero erreichte am Sonntag einen neuen Rekordwert von 596 US-Dollar. Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Kurs bei etwa 572 US-Dollar, was einem Anstieg von rund 19 % in den letzten 24 Stunden und 34 % in der vergangenen Woche entspricht, wie Daten von CoinGecko zeigen.
Mit diesem Anstieg durchbricht Monero erstmals seit acht Jahren sein vorheriges Allzeithoch. Dieses wurde im Januar 2018 bei etwa 542 US-Dollar erreicht. Besonders auffällig ist die Entwicklung, da sich der breitere Kryptomarkt derzeit schwer tut, eine klare Richtung zu finden.
Mehrere Analysten blicken optimistisch auf die Zukunft der Coin – der unten zitierte Analyst etwa sieht in der aktuellen Kursentwicklung einen Hinweis auf weiteres Potenzial nach oben.
Laut Krypto-Experten ist eine zentrale Triebfeder hinter dem Kursanstieg die wiederauflebende Nachfrage nach finanzieller Privatsphäre. Privacy-Coins wie Monero sind so konzipiert, dass sie Transaktionsdaten – etwa Absender, Empfänger und Betrag – verschleiern.
Das unterscheidet sie etwa von Bitcoin (BTC), dessen Transaktionen öffentlich nachvollziehbar sind.
Dieser Bedarf wird verstärkt durch striktere Regulierungen, zunehmende Identifikationspflichten auf Kryptobörsen und immer leistungsfähigere Technologien zur Blockchain-Analyse. Damit wird das Bedürfnis nach Privatsphäre zunehmend von einem ideologischen Standpunkt zu einer praktischen Notwendigkeit für immer mehr Nutzer.
Analysten geben jedoch auch kritische Hinweise zur aktuellen Kursentwicklung.
Die Liquidität bei Privacy-Coins ist oft gering und konzentriert sich auf Offshore-Börsen. Das kann Kursbewegungen verstärken und wirft Fragen auf, wie nachhaltig solch starke Anstiege wirklich sind – besonders bei Coins, die auf stark regulierten Handelsplattformen kaum noch vertreten sind.
Zudem warnen manche vor steigendem Druck von Regulierungsbehörden und Banken. Genau die Eigenschaften, die Privacy-Coins für datenschutzbewusste Nutzer attraktiv machen, rücken sie ins Visier von Regulierern.
Das könnte langfristig dazu führen, dass sie von Börsen delistet werden – was sowohl die Zugänglichkeit als auch den Wert stark beeinflussen kann.
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