Betrüger nutzen das maritime Chaos in der Nähe der Straße von Hormus aus, indem sie sich als iranische Regierungsbeamte ausgeben. Diese Betrüger fordern Kryptowährungszahlungen von Handelsschiffen, die dringend durch den kritischen Wasserweg navigieren müssen.
MARISKS, ein maritimes Sicherheitsberatungsunternehmen, hat das betrügerische Schema aufgedeckt, nachdem mehrere Reedereien verdächtige Mitteilungen gemeldet hatten. Das Unternehmen hat bestätigt, dass diese Nachrichten vollständig erfunden sind und keinerlei Verbindung zur iranischen Regierung haben.
Die täuschenden Mitteilungen forderten Schiffsführer auf, ihre Unterlagen zur offiziellen Prüfung einzureichen. Die gefälschten Nachrichten behaupteten, dass der iranische Sicherheitsdienst die Anträge prüfen und anschließend einen Zahlungsbetrag in Bitcoin oder USDT bekanntgeben würde.
Laut der Analyse von MARISKS scheint mindestens ein Handelsschiff Opfer dieses Betrugs geworden zu sein. Am Samstag eröffneten iranische Streitkräfte das Feuer auf zwei Schiffe, die versuchten, die Meerenge zu verlassen, wobei eines dieser Schiffe im Verdacht steht, Gelder an die Betrüger überwiesen zu haben.
Das Betrugsschema nutzt eine echte Diskussion aus. Iranische Beamte haben zuvor die Idee geäußert, kryptowährungsbasierte Transitgebühren für den Handelsverkehr durch die Straße von Hormus einzuführen. Dieser reale Kontext ließ die betrügerischen Forderungen glaubwürdiger erscheinen.
Die Straße von Hormus stellt einen kritischen Engpass für den internationalen Energietransport dar. Etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung und des Flüssigerdgases passieren diesen engen Durchgang.
Die Navigation durch den Wasserweg wurde durch die eskalierenden Feindseligkeiten zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Iran stark beeinträchtigt. Amerikanische Streitkräfte haben eine Blockade um iranische Seeeinrichtungen errichtet, während Iran die Meerenge zeitweise vollständig gesperrt hat.
Derzeit sind mehr als 20.000 Handelsschiffe in den umliegenden Gewässern festgehalten. Die anhaltende Unsicherheit hat die Reedereien zunehmend in Verzweiflung versetzt und nach Lösungen suchen lassen.
Diese Verzweiflung hat das ideale Umfeld für Betrüger geschaffen. Einige Schiffsführer scheinen bereit zu sein, fragwürdige Gebühren zu zahlen, was möglicherweise gegen US-Sanktionen verstößt, nur um ihren Handelsbetrieb wieder aufzunehmen.
Präsident Donald Trump gab kurz vor Ablauf des zweiwöchigen Waffenstillstandsabkommens mit Iran dessen Verlängerung bekannt. In einem Beitrag auf Truth Social erklärte er, dass iranische Vertreter zusätzliche Zeit benötigten, um eine einheitliche Verhandlungsposition zu entwickeln.
Die Verlängerung verschiebt etwaige potenzielle US-Militäroperationen gegen iranische Ziele. Dennoch machte Trump deutlich, dass amerikanische Seestreitkräfte ihre Blockade iranischer Hafeneinrichtungen aufrechterhalten werden.
Die regionale Lage entwickelt sich weiterhin rasch. Iran hat in den letzten Wochen den Zugang zur Meerenge wiederholt geöffnet und geschlossen und damit bei internationalen Reedereien hohe Besorgnis aufrechterhalten.
MARISKS ist weiterhin aktiv damit beschäftigt, die Entwicklungen zu verfolgen, und hat alle Schiffsführer dringend aufgefordert, jegliche Zahlungsaufforderungen über verifizierte offizielle Kanäle zu authentifizieren, bevor sie Kryptowährungen oder herkömmliche Gelder überweisen.
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